Eisenkunstguss-Sammlungen in Berlin: Stiftung Stadtmuseum Berlin und Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Neben kleineren Sammlungen beherbergt Berlin im Kunstgewerbemuseum, in der Stiftung Stadtmuseum sowie in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg drei der bedeutendsten Sammlungen zum Eisenkunstguss in Deutschland. Wenngleich derzeit nur ein sehr kleiner Teil ausgestellt ist, beispielsweise im Märkischen Museum und in Schloss Charlottenburg, so sind die Sammlungen der beiden Stiftungen in Depots zugänglich und über Publikationen von Elisabeth Bartel (Die Königliche Eisen-Giesserei zu Berlin. 1804-1874. Berlin 2004) und von Dr. Willmuth Arenhövel (Eisen statt Gold. Preußischer Eisenkunstguss aus dem Schloss Charlottenburg, dem Berlin Museum und anderen Sammlungen. Berlin 1982) in Text und Bild weitgehend erschlossen.

Erstes Forschungskolloquium des Zentrums für Mittelalterstudien der Universität zu Köln, Universität zu Köln, 19.10.2012

Die Forschungskolloquien des Zentrums für Mittelalterstudien der Universität zu Köln sollen zukünftig über die Projekte der Mitglieder informieren und den gegenseitigen Austausch weiter anregen. Auf dem ersten Forschungskolloquium präsentierten sich vor allem Projekte zu mittelalterlichen Textilien und Musik. Untersucht werden die Bedeutung von Textilien im mittelalterlichen Köln, Schenkungen sakraler Textilien in Frauenklöstern, Kleidung als Mittel päpstlicher Repräsentation und Gemeinschaftsbegriffe im Musikschrifttum.

Generalversammlung der Görres-Gesellschaft, Sektion Kunstgeschichte, Universität zu Münster, 23.9.2012

Die Sektion Kunstgeschichte der diesjährigen Generalversammlung der Görres-Gesellschaft war dem Rahmenthema "Mittelalterliche Kirchenräume und ihre Ausstattungen: Neue Forschungen zum Zusammenspiel von Architektur, Raum, Licht, Ausstattungselementen und Liturgie" gewidmet, wobei laufende universitäre Forschungsprojekte ebenso wie Dissertationen vorgestellt und diskutiert wurden.

Tagung "Lichträume. Fenster und Licht im Kirchenraum. Internationale Theologisch-Kunsthistorische Studienwoche (Liturgie XVI)", Akademie Franz Hitze Haus Münster, 20.-24.8.2012

Die diesjährige Tagung im Rahmen der einmal jährlich stattfindenden Liturgiewoche in Münster befasste sich mit dem Licht im Kirchenraum hinsichtlich der Symbolik des Lichts, der Lichtführung im Kirchenbau, der Fenster und des Umgangs mit Licht in der Liturgie. Dabei wurden sowohl theologische als auch kunsthistorische Fragestellungen angesprochen und in einem anregenden Dialog vertieft.

Vortrag Professor Dr. Susanne Wittekind "Alte Schätze bewahren und inszenieren – Überlegungen zu heterogenen Goldschmiedewerken des Mittelalters" im Rahmen der Vortragsreihe zur Ausstellung "Goldene Pracht" im LWL-Landesmuseum und der Domschatzkammer Münster, Fürstenberghaus Münster, 16.5.2012

Die Willibrordarche aus St. Martin in Emmerich ist aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte ein schönes Beispiel für den fließenden Bedeutungswandel und die Neukontextualisierung mittelalterlicher Goldschmiedewerke, der sich über Jahrhunderte hinziehende Umarbeitungen der Objekte nach sich zog. Der im 11. Jahrhundert als Reliquiar entstandenen Willibrordarche wurde im Spätmittelalter eine bekrönende Kreuzigungsgruppe sowie ein Sockel hinzugefügt und diente als solches seit dem 14. Jahrhundert auch als Schwurobjekt. Durch Anbringung einer Lunula, einer Haltevorrichtung für eine Hostie, diente das Reliquiar auch als Hostienmonstranz. Bei allen Änderungen respektierte man die Substanz des älteren Reliquiars, das Reliquien enthielt, die der Heilige Willibrord selbst nach Emmerich verbracht haben soll.

Vortrag Professor Dr. Susanne Wittekind "Bildliche Strategien von Authenzität in mittelalterlichen Urkundenabschriften" im Rahmen der Morphomata Lectures, Universität zu Köln, 9.5.2012

Am Beispiel von drei hochmittelalterlichen spanischen Urkundenabschriften, in denen Schenkungen und Privilegien an Kirchen und Konvente behandelt sind, wurde dargelegt, dass sich mittelalterliche Urkundenabschriften bewusst als Abschriften zu erkennen geben. Dennoch spielten sie insbesondere zu Krisenzeiten in der Selbstvergewisserung und Selbstdarstellung ihrer Inhaber eine wichtige Rolle und wurden - wie entsprechende Spuren belegen - häufig benutzt.

Vortrag Professor Dr. Klaus Grewe "Aquäduktmarmor aus dem Römerkanal - Schmuckstein für halb Europa", Rheinisches Landesmuseum Bonn, 17.4.2012

Eine von den Römern um 80 n.Chr. angelegte, etwa 100 km lange Wasserleitung versorgte Köln - die damalige Colonia Claudia Ara Agrippinensium - mit dem Wasser der Eifelquellen. Da das Wasser kalkhaltig war, lagerte sich in der Leitung eine bis zu 40 cm starke Kalksinterschicht ab, die im Mittelalter - als das Leitungssystem nicht mehr in Betrieb war - ausgebrochen und als Schmuckstein weiterverarbeitet wurde. Das heute auch als Aquäduktmarmor bezeichnete und im Mittelalter kostbare Material lässt sich aufgund seiner charakteristischen Eigenschaften an mehreren mittelalterlichen Gebäuden sowie Ausstattungsgegenständen nachweisen.

Heilig Rock Wallfahrt Trier, Dom zu Trier, 13.4.-13.5.2012

Der Heilige Rock in Trier wird seit dem Mittelalter als Reliquie verehrt. Der Rock soll Fragmente der Tunika Christi enthalten und ist somit gleichsam Berührungs- wie Herrenreliquie. Die Tunika soll durch Helena, die Mutter Konstantins, nach Trier gelangt sein. Im Gegensatz zu anderen textilen Reliquien, wie beispielsweise die Aachener Heiligtümer, wird der Heilige Rock nur unrgelmäßig gezeigt; zuletzt im Jahr 1996. Anlass der Zeigung und Wallfahrt im Jahr 2012 war die erste öffentliche Zeigung der Tunika vor 500 Jahren. Im Jahr 1512 wurde sie auf Drängen Kaiser Maximilians I. (1459-1519) aus dem Hochaltar des Domes entnommen.

Ausstellung "Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen", Münster LWL-Landesmuseum und Domkammer, 26.2.-28.5.2012

Die Ausstellung war der mittelalterlichen Goldschmiedekunst in Westfalen gewidmet, die sich dort in ungewöhnlich großer Zahl erhalten hat und dennoch weiten Teilen der Öffentlichkeit nicht bekannt ist. Neben der Vernetzung der beiden Kunstzentren Osnabrück und Münster wurde auch die externe Vernetzung Westfalens mit dem Rheinland sowie mit Frankreich thematisiert.

"4. Tag der Kirchenführer im Bistum Essen", Die Wolfsburg Mülheim Katholische Akademie des Bistums Essen, 26.11.2011

Nachdem das Bistum Essen im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres "Ruhr.2010" durch eine Kirchenführerausbildung einen Stab an motivierten und gut ausgebildeten Kirchenführern aufbauen konnte, setzt man auch weiterhin auf Vernetzung und Fortbildung der Mitarbeiter durch regelmäßige Fortbildungsangebote. Die vierte Fortbildung war der Plastik in der christlichen Kunst gewidmet, die sich als Einführung in die Terminologie und Ikonographie am Beispiel von Einzeldarstellungen der Heiligen verstand. Das gut besuchte Seminar zeichnete sich durch eine angenehme Atmosphäre und eine lebendige Beteiligung der Kursteilnehmer aus.

Ausstellung "Glanz und Größe des Mittelalters", Köln Museum Schnütgen, 4.11.2011-26.2.2012

Den Ausstellungsmachern ist es gelungen, über 200 Preziosen des 11. bis 16. Jahrhunderts aus der ganzen Welt als Leihgaben im Museum Schnütgen zu versameln, wobei es sich um Goldschmiedekunst, Buchmalerei, Holz- und Steinskulptur, Elfenbeinarbeiten, Textilien, Tafel- und Glasmalerei sowieDruckgraphik handelt. Durch den thematisch strukturierten Ausstellungsparcours ersteht vor dem Auge des Besuchers das mittelalterliche Köln als eines der damals führenden Kunstzentren Europas, das durch die Handels- und Pilgerkontakte der Kölner Bürger nicht nur fremde Impulse aufnahm, sondern ebenso selbst zum Impulsgeber andernorts wurde.

Messe "Cologne Fine Art & Antiques", Köln, 21.-25.11.2011

Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Traditionsmesse als Crossover von Stilen und Epochen, der die Bereiche Alte Kunst, Moderne Kunst, Angewandte Kunst und Design abdeckte. Rund 110 ausgewählte Galerien und Händler zeigten internationale Arbeiten, wobei das Angebot um die Sektion „Arbeiten auf Papier“ erweitert wurde. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einem ebenso ansprechenden wie informativen Begleitprogramm.

Tagung "Liturgie in mittelalterlichen Frauenstiften. Forschungen zum Liber Ordinarius" (Essener Forschungen zum Frauenstift), Die Wolfsburg Mülheim, 4.-6.11.2011

Die diesjährige Tagung des Essener Arbeitskreises zur Erforschung der Frauenstifte widmete sich dem Thema des Liber Ordinarius, ein liturgisches "Regiebuch" des Mittelalters, das im Verlauf des Kirchenjahres Regeln, Bräuche, Gebete und Gesänge festhielt. Derartige Bücher sind für Forscher der unterschiedlichsten Disziplinen von unschätzbarem Wert - für die Kunsthistoriker vor allem deshalb, weil sie die ehemalige Funktion und Verwendung von teils heute noch vorhandenen Objekten oder Räumen nachvollziehbar machen. Die Tagung präsentierte Forschungen zu den Libri Ordinarii aus den Frauenkonventen in Essen, Gandersheim, Vreden, Thorn, Köln und Regensburg und erwies einmal mehr die Bedeutung von entsprechenden Editions-Projekten, die Grundlage jeder weiteren Forschung sind, sowie die zwingend notwendige Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdisziplinen.

Tagung "2. Internationales Treffen der Freunde des Eisenkunstgusses", Rheinisches Eisenkunstguss-Museum Bendorf-Sayn, 22.-25.9.2011

Wissenschaftler, Sammler und Künstler aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, USA, Tschechien und Russland, die sich besonders mit dem Eisenkunstguss beschäftigen, fanden sich im Rheinischen Eisenkunstgussmuseum (Schloss Sayn) zu einer Tagung zusammen. Das ambitionierte, breit gefächerte Vortragsprogramm umfasste sowohl Objektgruppen als auch einzelne Kunstwerke und die Produktion einzelner Hütten. Die von der Museumsleiterin Barbara Friedhofen organisierte Tagung setzte damit erfolgreich die 2009 initiierte Veranstaltungsreihe fort. Seinerzeit hatten sich erstmals Interessierte in der Hanns Schell Collection in Graz zu einem Arbeitstreffen zusammengefunden. Für das Jahr 2013 ist eine Fortsetzung im Stadtmuseum Berlin geplant.

Neuerscheinung "Die Ausstattung von St. Nikolai in Stralsund. Funktion, Bedeutung und Nutzung einer hansestädtischen Pfarrkirche" von Sabine Weitzel

Nachdem Sabine Weitzel bereits 2009 in dem von Gerhard Eimer u.a. herausgegebenen Tagungsband "Ecclesiae ornatae. Kirchenausstattungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit zwischen Denkmalwert und Funktionalität" überzeugend den mittelalterlichen Kirchenraum von St. Nikolai in Stralsund als mehrteilige Raumstruktur rekonstruiert hat, die durch die Nutzung der Ausstattung im Festkalender und durch deren Inanspruchnahme für die Erfordernisse ihrer Stifter vor allem funktional gegliedert war, darf man nun gespannt sein auf die Lektüre ihrer kürzlich erschienenen Dissertation zur Ausstattung der Nikolaikirche: Sabine-Maria Weitzel: Die Ausstattung von St. Nikolai in Stralsund. Funktion, Bedeutung und Nutzung einer hansestädtischen Pfarrkirche (Bau + Kunst. Schleswig-Holsteinische Schriften zur Kunstgeschichte 18), 400 Seiten, 64 S/W- und 58 Farbabbildungen, Festeinband, ISBN: 978-3-937719-83-2

Tagung "Klosterräume und Wissenswelten geistlicher Frauen im europäischen Mittelalter", Schlossakademie Dhaun, 20.-23.6.2011

Die von den Universitäten Trier und Bonn veranstaltete Fachtagung versammelte internationale Wissenschaftler, deren Forschungsschwerpunkt im Bereich der Frauenkonvente liegt. Die vornehmlich historischen Beiträge in den Sektionen "Politik und Gesellschaft", "Ökonomie und Herrschaft", "Bildung und Theologie" sowie "Ordnung und Lebensweise" wurden durch kunsthistorische Beiträge der Sektion "Kunst und Architektur" ergänzt. Diese von Stefanie Seeberg und Susan Marti geleitete Sektion präsentierte neben eigenen Beiträgen zur Ausstattung des Prämonstratenserinnenklosters Altenberg/Lahn und der Klosterkirche Königsfelden solche von Alexandra Gajewski und Thomas Coomans zur Architektur französischer und niederländisch-belgischer Zisterzienser(innen)konvente.

Buchpräsentation "Die Inschriften der Stadt Essen". Bearbeitet von Sonja Hermann, Dom zu Essen, 11.7.2011

Nach Abschluss mehrjähriger Recherchearbeiten steht nun ein weiteres Standardwerk aus der Reihe der Deutschen Inschriften der Fachwelt zur Verfügung. Der Band listet in 188 Katalognummern die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften aus dem heutigen Gebiet der Stadt Essen bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf, wobei neben erhaltenen auch die nur abschriftlich oder in Abbildungen überlieferten Inschriften berücksichtigt wurden: Die Inschriften der Stadt Essen, gesammelt und bearbeitet von Sonja Hermann, Wiesbaden 2011 (Die Deutschen Inschriften 81, Düsseldorfer Reihe 7).

Lange Nacht der Museen, Aachen, 18.6.2011

Die Lange Nacht der Museen in Aachen bot die Gelegenheit zum nächtlichen Museumsbesuch, von der zahlreiche Besucher Gebrauch machten. Vor allem die Sonderausstellungen im Suermondt-Ludwig-Museum "Joos van Cleve. Leonardo des Nordens" und "Hyper Real. Kunst und Amerika um 1970" im Ludwig Forum waren gut besucht. Auch im Couven-Museum mit seiner derzeitigen Sonderausstellung "La Beauté - Zur Geschichte der Kosmetik" drängten sich die Besucher. In den historischen Räumen des Couven-Museums wie auch in der Dauerausstellung des Suermondt-Ludwig-Museums und in der Domschatzkammer wurde dabei deutlich, dass jenseits von Events und Sonderausstellungen ein steter Schatz bewahrt wird, der mehr als einen Besuch wert wäre.

"Hunting Workshop. Hunting in Northern Europe AD 500 - 1500 (...)", Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology - ZBSA, Schleswig, 16.-17.6.2011

Der Jagdworkshop des ZBSA versammelte internationale Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen zu einem gemeinsamen Workshop, der sich mit dem Quellenmaterial und der wissenschaftlichen Methodik zum Thema Jagd, der Jagd und den Jagdtraditionen in Nord und Zentraleuropa sowie dem sozialen Rahmen der Jagd von der Steinzeit bis in das ausgehende Mittelalter befasste. Insbesondere bei den Themen Falken- und Bärenjagd und Jagd der Eliten bzw. des Adels erwies sich die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen als äußerst anregend. Darüber hinaus unterstrich der Workshop die Notwendigkeit einer fortgesetzten interdisziplinären Erforschung der Jagd als eines die Gesellschaft von der Steinzeit bis in das Mittelalter - und darüber hinaus - prägendes Kulturphänomen.

"Klöster, Stifte und Konvente nördlich der Elbe", Lehrstuhl für Regionalgeschichte der Universität Kiel, 4.11.-5.11.2010

Die Fachtagung will die zentrale Rolle der geisltichen Kommunitäten für Entstehung und Entwicklung der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft unterstreichen. Dem widmet sich derzeit auch das Projekt "Schleswig-Holsteinisches und Hamburgisches Klosterbuch" des Kieler Lehrstuhls für Regionalgeschichte. In einem Abenvortrag über die Denkmaltopographie der Klosteranlagen Schleswig-Holsteins, Nordschleswigs und Hamburg stellte Prof. Dr. Uwe Albrecht den überkommenen Bestand an Bauten der Kommunitäten wie deren Ausstattung vor. Dabei wurde nicht nur die Kostbarkeit des heute noch Vorhandenen und die Notwendigkeit seiner Erforschung, sondern zugleich die Vernetzung der Gebiete nördlich der Elbe mit den südlich gelegenen Kunstzentren des Hoch- und Spätmittelalters deutlich.

Erstes Gottorfer Gartenfest, Barockgarten, Schloss Gottorf, 28.8.2010

Das erste Gottorfer Gartenfest war ein Fest für alle Sinne: Geboten wurden ein Harfenkonzert, ein barocke Tanzdarbietung, eine Lesung, eine Vortragsreihe zum Globus, eine Führung zum Garten und ein Boule-Wettbewerb. Abgerundet wurde das gut besuchte Fest durch lukullische Genüsse und eine nächtliche Illumination des Gartens mittels Fackeln. Mit der Eröffnung der Veranstaltung wurde zudem die erste Skulptur des Gartens enthüllt: ein Elefantenkopf des Essener Bildhauers Johannes Brus.

"Bilder am Altar", Kunsthistorisches Institut der Universität Köln, 16.7.-17.7.2010

Die Arbeitstagung "Bilder am Altar" im Sommersemester 2010 war dem Zusammenspiel von Kunstwerken, Texten und Handlungen in der Liturgie gewidmet. Wie die vorangegangene Tagung im September 2009 zum Thema "Kunst im Kontext von Kirchweihe und Patronatsfesten" bot sie ein Forum für aktuelle Forschungen zu Kunst und Liturgie. Gemeinsames Ausgangsthema der Beiträge und Gespräche war diesmal der Altar als Handlungs- und Bildort.

Neue Blätter in der Ausstellung "Der Gottorfer Codex", Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottorf, ab 21.10.2009

Am 21.10.2009 sind neue Einzelseiten des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gottorfer Codex in Schleswig eingetroffen. Zudem wurde der bereits seit Mai in der Black Box im Lapidarium von Schloß Gottorf ausgestellte Band umgeblättert. Auch diese Pflanzendarstellungen des Hans Simon Holtzbecker überraschen durch ihre naturnahe, detailgetreue Malweise, die die Blumen des Gottorfer Barockgartens quasi wieder erblühen lassen.

„Triennale des norddeutschen Kunsthandwerks 2009“, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottorf, 20.9.-6.12.2009

Gemeinsam mit den Staatlichen Museen Schwerin setzt das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum Schloß Gottorf die bewährte Tradition fort, alle drei Jahre Kunsthandwerk aus dem Norden Deutschlands zu präsentieren. Rund 300 Arbeiten von etwa 80 Künstlern wurden von einer Jury ausgewählt, die ebenfalls die beiden Preisträgerinnen kürte: Während die Textilkünstlerin Ruth Löbe für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, erhielt Sigrid Grote den Innovationspreis für ihre gefalteten Keramiken.

"Kunst im Kontext von Kirchweihliturgie und Patronatsfesten", Kunsthistorisches Institut der Universität Köln, 4.9.-5.9.2009

Die Kölner Tagung hat das Zusammenspiel von Kunstwerken, Texten und Handlungen innerhalb der Liturgie untersucht. Sie zielte darauf, Kunsthistoriker und Liturgiewissenschaftler zum wissenschaftlichen Gespräch zusammenzuführen. Diskutiert wurden die Wahrnehmung und Sprachfähigkeit der künstlerisch gestalteten Objekte und Räume im Moment des liturgischen Vollzugs, ihre Rolle als Speicher oder Anstoß der Erinnerung an den liturgischen Akt. Ein Ausgangspunkt für die Vorträge und Diskussionen war die Gestaltung der Kirchweihliturgie sowie des an sie jährlich erinnernden Kirchweihfestes.

"Der Gottorfer Codex", Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottorf, 7.5.-11.10.2009

Der Gottorfer Codex entstand Mitte des 17. Jahrhunderts, als Herzog Friedrich III. den Hamburger Hans Simon Holtzbecker beauftragte, die Pflanzenwelt des Gottorfer Barockgartens festzuhalten. Entstanden sind mehr als 1000 delikate Gouachen auf Pergament, die den Vergleich mit Arbeiten der Maria Sibylla Merian keineswegs scheuen müssen. Das vierbändige Prachtwerk gelangte nach den Nordischen Kriegen nach Kopenhagen und wird dort derzeit aufwändig restauriert. Ein Band und mehrere Einzelseiten, auf denen Narzissen, Iris und Tulpen blühen, sind nun bis Oktober in einer Black Box im Lapidarium von Schloß Gottorf zu bewundern.

"Keramik? Installation? Irritation! Arbeiten von Susanne Meissner", Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottorf, 26.7.-6.9.2009

Unablässig beobachtet Susanne Meissner die Welt. Ihre Fragen an die Wirklichkeit bleiben jedoch unbeantwortet; es entsteht kein fixes Weltbild. Aufgefangen werden ihre Gedanken in keramischen Arbeiten, welche wiederum keiner der gängigen Vorstellungen von Keramik entsprechen: Es gibt keine Töpfe, Vasen und Schalen. Meissner hat ihrer praktischen Ausbildung zur Keramikerin und einem Studium der Bildhauerei/Keramik an der Hochschule für Künste Bremen bei Fritz Vehring als Stipendiatin der Dr. Hans-Hoch-Stiftung als Stadttöpferin in Neumünster gearbeitet. Zum Abschluss ihrer Tätigkeit in Neumünster präsentiert das Landesmuseum rund 20 Hauptwerke, die einen Eindruck in das bisherige Schaffen der Künstlerin geben. Neben früher Objektkeramik, sind Tischinstallationen, serielle Arbeiten sowie Gedichte und Videos von Susanne Meissner zu sehen.

Eifelmarkt, Töpfereimuseum Langerwehe, 14.9.2008

In bewährter Form präsentierte sich auch in diesem Jahr der Eifelmarkt des Töpfereimuseums Langerwehe. Rund um die historische Hofanlage erfreuten sich junge wie alte Besucher an dem vielfältigen Angebot, wobei man nicht nur hochwertiges Handwerk erwerben, sondern auch dessen Herstellung live miterleben konnte. Neben Ton- und Papierarbeiten wurden insbesondere textile Kostbarkeiten angeboten. Auch regionale Delikatessen wie Senf, Spirituosen und Käse waren vertreten. Eine lange Schlange bildete sich vor allem am Stand des Buttermachers, der im Schweiße seines Angesichtes Nachschub produzierte...

"Niki de Saint Phalle", Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottorf, 22.2.-28.6.2009

Schloß Gottorf präsentiert eine große Auswahl von Werken Niki de Saint Phalles (1930-2002). Die über fünfzig Arbeiten stammen aus der Sammlung des Sprengel-Museums in Hannover und bieten einen eindrucksvollen Überblick zum vielseitigen Schaffen der französischen Künstlerin. Die Ausstellung umfaßt nicht nur die bekannten Nanas sondern auch frühe Assemblagen, Schießbilder und phantastische Skulpturen aus allen Werkphasen.

"Kirchenräume erschließen", Kirchenführerausbildung im Bistum Essen, Die Wolfsburg. Mülheim, September bis November 2008

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres "Ruhr.2010" erwartet das Bistum Essen zahlreiche Besucher. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Kirchen im Bistum erschlossen werden. Daher bieten das Bistum, die Domschatzkammer und die Katholische Akademie Die Wolfsburg einen Ausbildungskirchs für Kirchenführer an. Der Kurs soll dazu befähigen, Kirchenbauten theologisch-spirituell und kulturhistorisch für die Besucher zu erschließen.

"Kommt und ihr werdet sehen", Aachener Heiligtumsfahrt, Dom zu Aachen, 1.6.-10.6.2007

Seit dem 14. Jahrhundert findet alle sieben Jahre die Aachener Heiligtumsfahrt statt, in deren Verlauf vier Tuchreliquien dem Aachener Marienschrein entnommen und den Wallfahrern gewiesen werden. Durch diese Wallfahrt wurde Aachen zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des spätmittelalterlichen Europa - nach Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela. Auch heute kommen noch zehntausende Pilger nach Aachen, um die als Kleid Mariens, Windeln und Lendentuch Christi sowie Enthauptungstuch Johannes des Täufers verehrten Tuchreliquien zu sehen. Wurden die Reliquien früher vom Dach der Kirche aus gezeigt, sind sie heute in Vitrinen in der Chorhalle des Aachener Domes zu sehen.

"Von Aachen in die Welt", Museum für Angewandte Kunst Köln, 20.5.-29.7.2007

Das Institut für Kunst und Materielle Kultur der Universität Dortmund hat in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst Köln das Projekt MINERVA entwickelt. Studierende und Nachwuchswissenschaftler stellen aus den Beständen des Museums kleine Präsentationen zusammen und begleiten diese mit Publikationen. Die erste Präsentation stellt anlässlich der Aachener Heiligtumsfahrt zwei Aachenhörner vor. Mit solchen Tonhörnern begrüßten die Wallfahrer die Aachener Tuchreliquien mit ohrenbetäubendem Getöse, wenn sie vom Dach der Kirche aus gezeigt wurden. Ergänzt werden die Hörner durch ein Reliquienglas und mehrere Pilgerzeichen.

Tefaf- The European Fine Art Fair, Maastricht, 10.- 19. März 2006

In gewohnt professionellem und gediegenem Ambiente präsentierte sich die diesjährige Tefaf. Der Hauptsponsor der Tefaf, die Axa Art, bot kundige Rundgänge an und verschaffte so einen Überblick über das breit gefächerte und durchgängig hochwertige Angebot der internationalen Aussteller. Bestaunt und gekauft werden konnte eigentlich alles von der Antike bis hin zur Klassischen Moderne, was das kaufkräftige Sammlerherz begehrte; besonderer Publikumsmagnet waren mehrere Rembrandt- Arbeiten.

Vortrag: Westfälische Steinskulptur des späten Mittelalters, Dr. R. Karrenbrock, Suermondt- Ludwig- Museum Aachen, 8.3.2006

Als ausgewiesener Kenner spätmittelalterlicher Skulptur gab Karrenbrock einen Überblick über die westfälische Steinskulptur des späten Mittelalters. Im Mittelpunkt des bildreichen Vortrages standen die verschiedenen Werkstätten des westfälischen Raumes und ihre Exporterfolge bis in den skandinavischen Raum.

Akademie- Rundgang, Kunstakademie Düsseldorf, 8.- 12. Februar 2006

Auch in diesem Jahr lädt die traditionsreiche Düsseldorfer Kunstakademie zum Rundgang ein: Dabei überlassen die großen Meister Ihren Studenten den großen Auftritt in der Öffentlichkeit, um sich mit ihren Arbeiten dem Publikum zu präsentieren. Und so drängeln sich auch in diesem Jahr Kunstsammler, Galeristen und Kunstinteressierte auf der Suche nach neuen Talenten in den Fluren und Ateliers der Akademie. Besucher können sich während des Rundgangs auch über die Ausbildung in der Akademie und handwerkliche Verfahren wie Drucktechniken informieren.

Vernissage, Kunstmesse "art.fair", Köln

Die art.fair 2005 ist größer und präsentiert sich wie die Art Cologne in neuen, großzügigen Räumlichkeiten: Mitten in der Kölner City, im EXPO XXI. Über 60 Galerien stellen Arbeiten von mehr als 200 zeitgenössischen Künstlern (Jahrgang 1960 aufwärts) zum Verkauf aus. Dabei handelt es sich in diesem Jahr auch preislich um echte Alternativen zu den auf der Art Cologne angebotenen Arbeiten, so dass sich das Publikum bereits auf der Vernissage deutlich kaufinteressiert gab.

Preview, Kunstmesse "Art Cologne", Köln

Die Art Cologne präsentiert sich vom 27.10.- 1.11.2005 mit einer neuen Struktur und in neuen Räumen. Die neuen, etwas abseits gelegenen, aber modernen Hallen 9 und 10 bieten rund 250 international renommierten Galerie Platz für einen Überblick von der Klassischen Moderne bis hin zu aktuellsten Kunstpositionen. Auffällig ist bei letzteren jedoch die große Zahl an figurativer, fast zahmer Kunst, vor allem im Bereich Malerei, und das weitgehende Zurücktreten von Video- und Lichtinstallation sowie provokativer Arbeiten.

Vernissage, Wettbewerbesentwürfe für die Nikolaus- Groß- Gedächtniskapelle des Essener Domes, Bank im Bistum Essen, Essen

Ab Herbst 2004 erhält der Essener Dom eine Gedenkstätte für Nikolaus Groß, den ersten Seligen im Bistum Essen. Zur Gestaltung der rechten Seitenkapelle in der Domkirche hatte das Domkapitel einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich insgesamt sechs Künstler beteiligten. Sieger des Wettbewerbs ist der Düsseldorfer Künstler und Architekt Professor Thomas Kesseler. Die Bank im Bistum Essen präsentiert noch bis zum 15. Juli 2004 sowohl diesen als auch die übrigen fünf Wettbewerbsentwürfe.

Ausstellungseröffnung "Ferne Welten Freie Stadt. Dortmund im Mittelalter", Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund, 2.4.- 16.6.2006

Die Stadt Dortmund präsentiert vom 2.04. 16.06.2006 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte ihre reiche mittelalterliche Vergangenheit in einer großen Ausstellung. Die Ausstellung will erstmals die bedeutenden Schätze der Dortmunder Kunst und Kultur aus dieser Zeit einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Im Museum wird mit herausragenden mittelalterlichen Objekten und multimedialen Stationen das städtische Leben der Zeit erfahrbar gemacht. Die Schau ist Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Dortmunder Kirchen, deren Schätze erstmals in den Kontext mittelalterlicher Stadtkultur gesetzt werden.

Vernissage "Franz Gertsch- Die Retrospektive", Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, 8.4.- 25.6.2006

Franz Gertsch (* 1930) zählt zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der Gegenwart. Seine großformatigen, teils monumentalen Gemälde und auch Holzschnitte "zoomen" fast akribisch Details der Wirklichkeit heran und machten ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Malerei des Fotorealismus. Das Ludwig Forum zeigt nun in Kooperation mit dem museum franz gertsch in Burgdorf und dem Kunstmuseum Bern die erste große Retrospektive seines Werkes überhaupt. Mit einer ebenso großzügigen wie gelungenen Hängung von rund 60 Arbeiten wird ein umfassender Überblick über das Lebenswerk von Franz Gertsch geboten.

Finissage, Domschatzkammer Essen, 14.9.2008

Es ist so weit. Die Türen der Essener Domschatzkammer schließen sich doch nur auf Zeit. Bis zum Frühjahr 2009 wird das Museum umgebaut und erweitert. Bis dahin muss man jedoch keineswegs auf den Essener Schatz verzichten. Vielmehr kann man einen der bedeutendsten Kirchenschätze ab Oktober in einer ganz ungewohnten Umgebung erleben. Das Ruhr Museum wird die erlesenen Kostbarkeiten unter dem Titel Gold vor Schwarz. Der Essener Domschatz auf Zollverein in der sogenannten Kathedrale der Industriekultur, in der Kohlenwäsche auf Zeche Zollverein, präsentieren.